Solidarität und Widersprüche in den deutsch-türkischen Beziehungen

Köln ist nach Berlin, Hamburg und München die viertgrößte Stadt in Deutschland. Eine Stadt mit über einer Million Einwohnern bilden die Türkeistämmigen die größte Gruppe von Migranten. Da fast alle türkeistämmigen Migrantenorganisationen hier ihren Hauptsitz haben, gilt Köln als inoffizielle „Hauptstadt“ der türkischen Gemeinschaft in Deutschland. Daher kommen oft die ersten Reaktionen auf Ereignisse in der Türkei aus Köln.

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Konsumboykott gegen Erdoğan

Im Rahmen der seit mittlerweile zwei Wochen andauernden Proteste gegen die Inhaftierung des Istanbuler Oberbürgermeisters Ekrem İmamoğlu boykottierten am Mittwoch zahlreiche Menschen in der Türkei jeglichen Konsum. Die Opposition hatte dazu aufgerufen, an diesem Tag alle Formen von Ausgaben einschließlich Einkäufen, Tankstellen- und Restaurantbesuchen zu vermeiden.

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2,2 Millionen Menschen demonstrieren in Istanbul

Als Reaktion auf die Repressionen der Regierung, Festnahmen und Inhaftierungen versammelten sich heute Hunderttausende Bürger im Stadtteil Maltepe, um Gerechtigkeit, ein menschenwürdiges und sicheres Leben zu fordern. Der für die Kundgebung vorgesehene Bereich war überfüllt, und die Menschen durchbrachen Polizeibarrikaden, um das Gelände zu erweitern.

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Türkei: Gemeinsam gegen die AKP

Noch bevor der Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu vergangene Woche verhaftet wurde, gingen bereits zahlreiche Studierende in der Türkei auf die Straße. Sie protestierten dagegen, dass İmamoğlu sein Universitätsabschluss aberkennt wurde – eine Voraussetzung, um Präsident der Türkei zu werden. Doch die Studierenden gingen nicht nur für den CHP-Politiker auf die Straße, sondern auch für sich selbst. Eine von ihnen ist die 23-jährige Ceren. Sie studiert an der Universität Istanbul Französische Sprache und Literatur. Sie hat keine Angst davor, während der Proteste verhaftet zu werden – vor einer Zukunft in Armut und Unsicherheit schon. (Quelle: ND-Aktuell)

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1.879 Personen bei den Saraçhane-Protesten festgenommen, 260 inhaftiert

Der türkische Innenminister Ali Yerlikaya gab bekannt, dass in Zusammenhang mit den Protesten nach der Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu insgesamt 1.879 Personen festgenommen wurden. Davon wurden bereits 260 inhaftiert, 468 Personen erhielten gerichtliche Auflagen und 662 Verdächtige befinden sich noch in der Bearbeitung. Der Rest wurde vorübergehend nach Hause geschickt, Verfahren können noch folgen.

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RTÜK-Zensur: Strafen für Tele1, Halk TV, Sözcü TV und NOW TV

Die türkische Rundfunk- und Fernsehaufsichtsbehörde RTÜK hat wegen der Berichterstattung über Ekrem İmamoğlu harte Strafen gegen mehrere Fernsehsender verhängt, darunter 10-tägige Sendepausen. Auf der Sitzung der RTÜK am 27. März wurden die härtesten Strafen gegen Sender verhängt, die über den politischen Prozess gegen den Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu berichtet hatten.

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Türkei: Zwei Journalistinnen in U-Haft

Die Journalistin der Tageszeitung Evrensel, Nisa Sude Demirel wurde heute Morgen gegen 6.00 Uhr bei einer Hausdurchsuchung von Polizeibeamten festgenommen. Demirel, die über die Saraçhane-Proteste und den Boykott der Universität berichtete, wurde in die Anti-Terror-Abteilung der Istanbuler Sicherheitsdirektion gebracht. Die Polizei durchsuchte auch das Haus der Reporterin. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass 20 Personen auf der Verhaftungsliste stehen, darunter auch Demirel. Ebenfalls wurde die Reporterin der ETHA-Presseagentur, Elif Bayburt, von der Polizei festgenommen. Bayburt befindet sich ebenfalls in der Anti-Terror-Abteilung der Istanbuler Sicherheitsdirektion.

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