Die Pressefreiheit in der Türkei leidet. Nur noch wenige Printmedien berichten unermüdlich und kritisch über Erdogan, seine AKP und ihre Machenschaften. 3 dieser regierungskritischen Zeitungen sind die Cumhuriyet, die Evrensel und die Birgün, die durch Gerichtskosten, Verfahren und Verhaftungen mundtot gemacht werden sollen. Alle drei haben Mitarbeiter, die seit Monaten im Gefängnis ausharren, in vielen Fällen ohne Anklage. Einzelne Exemplare und Ausgaben werden konfisziert, der Verkauf verhindert, Käufer und Verkäufer kriminalisiert und mit Gewalt dazu gezwungen und genötigt, die Zeitungen gar nicht erst anzubieten oder geheim unter der Ladentheke abzugeben.
„Soli-ABO für Evrensel!“ weiterlesenJournalismus unter Kriegsbedingungen
Der Militäroperation in Afrin haben sie den Namen “Olivenzweig” gegeben. Angesichts der heutigen Bedingungen fragt man sich unweigerlich, was uns wohl erwarten würde, wenn sie den Namen “Weber-Karde” oder einer anderen Distelart gewählt hätten. Mit der Bezeichnung “Olivenzweig” wird suggeriert, die Operation hätte den Frieden zum Ziel. Andererseits werden Menschen festgenommen, weil sie sich in sozialen Medien gegen den Krieg und für den Frieden ausgesprochen haben. Zu diesen Festgenommenen gehören inzwischen auch Journalisten.
„Journalismus unter Kriegsbedingungen“ weiterlesen„Der Zug ist noch nicht abgefahren“
Fatih Polat, Chefredakteur der Tageszeitung Evrensel, sagt, dass kritische Berichterstattung weiterhin möglich ist. Das Wort „oppositionell“ mag er nicht.
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